W.K.Wegner GmbH

 

 

Wie viel kostet eine Handwerkerstunde?

Wenn Kunden einen Auftrag erteilen, möchten sie wissen, was sie dafür bezahlen müssen. Eine Handwerkerstunde kostet durchschnittlich ca. 55 Euro. Beim Kunden stößt die Summe manchmal auf Unverständnis. 

Denn die Wenigsten wissen, wie sich die Kosten dafür im Einzelnen zusammensetzen. 

Wir erläutern Ihnen das an Hand von einem Beispiel: 

Ein Kunde vergibt einen Auftrag. Als der Malergeselle kommt, fragt der Kunde ihn beiläufig, wie hoch sein Stundenlohn sei. Antwort: 16 Euro.  

Später kommt die Rechnung des Meisters mit einem Stundenverrechnungssatz von 55 Euro – ohne MwSt. „Schöne Gewinnspanne!“ denkt der Kunde verärgert. 

„Schöne Gewinnspanne“, dachten Sie vielleicht verärgert.

Aber Sie müssen berücksichtigen, dass der Betrieb seine Mitarbeiter auch für Abwesen- heitszeiten (z. B. Urlaub, Feiertage, Krankheitstage) weiter bezahlen muss. Außerdem zahlt er noch zusätzliches Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und Vermögenswirksame Leistungen.

Auf all diese Lohnbestandteile muss dann noch der Arbeitgeberanteil zu den gesetzlichen Sozialversicherungen geleistet werden. Diese zusätzlichen Lohnnebenkosten liegen bei rund 74% des reinen Stundenlohns.

Um unseren Gesellen einen Tariflohn von 16 Euro bezahlen zu können, müsste der Be- trieb also jetzt schon rund 28 Euro von Ihnen verlangen. Doch wie in den meisten ande- ren Firmen entstehen auch in unserem Betrieb weitere Kosten wie z. B.

  •   Gehälter für unsere kaufmännischen und technischen Angestellten

  •   Büro-, KfZ- und Energiekosten

  •   Versicherungen, Steuern, Gebühren

  •   Abschreibungen, Reparaturen, Werbung

    Diese Verwaltungs- und allgemeinen Geschäftskosten liegen in der Branche bei rund 140% des Gesellenlohns.

    Zusammen gerechnet liegen wir jetzt bereits bei rund 51 Euro pro Stunde, damit unser Betrieb seine laufenden Kosten tragen kann.

    Hinzu kommt ein kleiner Zuschlag für Gewinn und Wagnis. Und so liegt der Stundenverrechnungspreis für einen Maler bei rund 55 Euro ohne Mehrwertsteuer.

    Und außerdem gilt für jeden Mitarbeiter: Von 2088 bezahlten Jahresstunden, stellen wir unseren Kunden nur 1605 Stunden in Rechnung.




Angst vor überhöhten Rechnungen müssen Sie als Kunde aber nicht haben! 

Denn die meisten Aufträge werden erst nach dem Erstellen eines individuellen Angebotes vergeben. 

Dort sind in der Regel alle gewünschten Leistungen aufgeführt und nach Massen/Mengen (m², m,Stück etc.) aufgeschlüsselt. 

An diese Preise halten wir uns natürlich! Sie zahlen also nicht mehr als vorher vereinbart.